Für die 25 Einsatzkräfte der Feuerwehr Heiden sowie aus Dorsten und Lembeck war die Silvesterfeier bereits um 0.10 Uhr abrupt zu Ende. Der Grund: ein Brand einer Schirmschoppe mit 500 Ballen Quaderstroh am Pelsterweg „Im Elven“.
Ein Nachbar hatte zur mitternächtlichen Stunde beim Gang mit seiner Familie nach draußen das Feuer bemerkt und die Wehr alarmiert. Da der Brand der Schirmschoppe auch von der Autobahn aus zu sehen war, wurde von Autofahrern der Brand ebenfalls über die Notrufnummer gemeldet, der dann bei der Leitstelle in Recklinghausen einging.
Diese Leitstelle alarmierte die Löschzüge der Wehr in Dorsten und der Freiwilligen Feuerwehr in Lembeck. „Das war für uns ein Segen“, so Heidens Wehrführer Carsten Lohaus. Denn das Stroh und die Schoppe brannten beim Eintreffen der insgesamt fünf Fahrzeuge aus Heiden und jeweils zwei Fahrzeuge aus Lembeck und Dorsten lichterloh.
So entschlossen sich die Feuerwehrleute, die Schoppe und ihren Inhalt kontrolliert abbrennen zu lassen. „Der Unterstand grenzt allerdings direkt an ein Waldstück, so dass es erforderlich war, die angrenzenden Bäume mit drei C-Rohren nass zu halten“, so Lohaus. Mit den Tanklöschfahrzeugen aus den Nachbarorten konnte ein Pendelverkehr zu der 1500 Meter entfernten Wasserstelle eingerichtet werden.
Glücklicherweise habe der Wind günstig gestanden, berichtete Lohaus, so dass die Autofahrer auf der angrenzenden Autobahn nicht durch Rauch beeinträchtigt wurden. Während des Brands schmolzen sämtliche Pfeiler des Unterstandes zusammen, so dass sich das Dach trapezmäßig auf das brennende Stroh legte. Die Feuerwehrleute hätten das Feuer nur unter Kontrolle halten können, bis sämtliches Stroh verbrannt sei, erklärte Lohaus am Neujahrstag. Das werde aller Voraussicht nach bis zum Abend dauern. Über die Brandursache der Schoppe in dem abgelegenen Gebiet konnte er keine Angaben machen. Der Schaden belaufe sich auf etwa 20.000 Euro.
Quelle: Borkener Zeitung